Archiv der Kategorie: Modifikationen und Verbesserungen

Beheizbare Aussenspiegel von MUD.

Wer an einem regnerischen Tag durch einen Tunnel fährt oder seinen Defender im Winter bewegt wird eventuell etwas vermissen, das heutzutage nahezu jedes „Budgetmobil“ hat; beheizbare Aussenspiegel.

Auf dem Markt findet man neben kompletten Spiegeln und Gläsern auch Heizmatten zum nachträglich anbringen. Hier kann man nochmals zwischen aufgedruckten Heizbahnen (ähnlich Heckscheibenheizung) und Silikonmatten mit eingearbeitetem Netz (ähnlich Sitzheizung) unterscheiden.

Wegen der geringeren Stromaufnahme und der „streifenfreien“ heizwirkung habe ich letztere bei MUD Stuff in England gekauft.

MUD bietet diese als Set mit Kabeln und Relais oder nur die Heizmatten einzeln an. Wer eh ne Frontscheibenheizung hat, der kann auf den Rest verzichten und den Strom für die Spiegelheizung direkt an der Plusseite der Frontscheibenheizung abzweigen (bei LHD Fahrzeugen ist das der Stecker auf der Fahrerseite. Das funktioniert absolut problemlos, da die Heizmatten nicht mal knapp 1A Strom ziehen (Achtung: Bei Heizungen mit gedruckten Heizdrähten kann dieser Wert höher sein!). Die Frontscheibenheizung schaltet übrigens nach ca. 7 Minuten automatisch aus.

Tipp: Die Spiegelgläser kriegt man am besten aus der Fassung, wenn man das umlaufende Gummi das sie einfasst mit einrm normalen Haarföhn oder heissem Wasser etwas aufweicht.

  
Hier sieht man wie bei -10 Grad die Spiegel schon nach einigen Sekunden ihre Eisschicht loswerden.

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Rostvorsorge von innen heraus.

Schon direkt nach Abholung beim Händler habe ich ja Fahrwerk und Rahmen komplett mit Chassislack behandelt. Das dies nur die halbe Miete ist, weis wohl jeder der sich ein wenig mit der Materie befasst. 

Ein Blick in die Oldieszene offenbart derzeit zwei besonders populäre Produkte. 

„Timemax“ offeriert eine breite Palette an Wachs, Fett und (besonders interessant) Unterbodenschutz in Wagenfarbe.

Vielen dürfte jedoch „Mike Sanders“ bekannt sein, der seit Jahrzehnten das gleichnamige Hohlraumfett vertreibt… und eben dieses kommt nun bei mir zum Einsatz.

Eines vorweg; Wer sich (wie ich) ein Do it yourself Kit (Spritzbecher, 2 Sonden, Sondenaufheizer, Schmelzkübel und 25kg Hohlraumfett) zulegen will… sei gewarnt, der Aufwand ist nicht zu unterschätzen und die sauerei in der Werkstatt ebenfalls nicht!

Als erstes muss man rund 10kg Fett im sanderschen Punschkocher (es ist effektiv einer!) auf rund 100 Grad erhitzen. Ist dies geschaft, heizt man die beiden Sonden vor. Je wärmer, je besser. Denn so schindet man Zeit und das Fett verklebt die Hohlraumsonde selbst bei gemütlichem Arbeitstempo nicht. 

Das Chassis ging dank vieler Löcher relativ einfach. Hie und da ist das Fett zwar gleich in strömen rausgelaufen, aber es bleibt ja bei weiten genug haften. „Fettpfützen“ lässt man am besten abkühlen, man kann sie mit einem Schaber ganz leicht entfernen und wieder in den Schmelzer werfen. Die Motorhaube und die Türen sind da eher eine sauerei, man tut gut daran den Motorraum und den Einstiegsbereich mit Plastik abzudecken.

Je nach Fahrzeugeinsatz soll es reichen die Fettschicht alle 5-10 Jahre zunkontrollieren und gegebenenfalls aufzufrischen… das ist doch ein echtes Argument. 🙂 

 Schutzmaske und Brille sind beim umgang mit über 100 Grad heissem Fett ein Muss.

   

Caramel? Wer will, der soll ruhig probieren… hehe. 😉

Zugegeben, weniger hätte es auch getan… zu wenig wäre aber schlimmer.

 

Teppiche raus.

Nach einigen Wochen mit dem Gummimatten AUF den Teppichen rumgefahren bin, hab ich mich entschlossen letztere zu entfernen. Was erstmal blöd klingt (man kauft den Landi EXTRA mit Teppichen drin um diese dann zu entfernen), macht aufgrund der Passform und Befestigung durchaus Sinn. Und ja, sonst gibt man nur bei Porsche&Co zusätzlich Geld aus um „weniger“ im Auto zu haben. 

Die Gummimatten lassen sich nämlich 1A mit den Plastikzapfen der Teppiche befestigen. Also; Gummi ODER Teppich, nicht beides.

Oh, und wenn auch Ihr euren Landi neu gekauft habt… schaut ruhig mal unter den Teppich. Denn bei mir waren haufenweise Aluspäne und einige vorige Schrauben drunter. 😉 

 

Automatische Antenne.

Ja Puristen, jetzt müsst ihr stark sein. Nach dem Tempomat folgt jetzt auch noch eine automatische Antenne! 😉
Man darf auch lästern, das mein Defender nun auch langsam den Ausstattungslevel einer japanischen 90er Jahre Mittelklasselimousine erreicht. 😉

Spass bei Seite; Ich bin oft zu faul oder zu vergesslich um die originale Stabantenne aus- oder einzufahren. Da ja heute neben Dummheit bei gewissen Leuten auch Offroaderhass grassiert, spare ich es mir doch grad vorweg zu warten bis der manuellen Antenne die Stunde schlägt.

Als ich vor nun doch schon längerer Zeit angefangen habe Auto zu fahren (und natürlich auch daran zu „basteln“) gehörten automatische Antennen noch zum festen Bestand der „Autoecken“ in Baumärkten.
Heute sieht das anders aus… Experimente mit Fensterantennen und exotischen Billigmarken hab ich mir glatt erspart und habe im Internet den Klassiker „Hirschmann HIT AUTA 2050“ bestellt.

Der Einbau gestaltete sich erwartungsgemäss einfach. Der Ring und das Gegenstück mit dem die Originale Antenne montiert ist, passt perfekt auf die Hirschmann Antenne. Lediglich deren Überwurfmutter muss verwendet werden, das ist dann schlussendlich auch das einzige das auffällt.
Der Motorteil der Antenne hat ganz knapp Platz, man kommt nicht Drumherum das die Antenne ein wenig nach hinten zeigt (was ja oft Absicht ist).

  
Als kleines Gimmick habe ich in der Steuerleitung (bei Hirschmann das grüne Kabel) einen Kippschalter montiert. Da wir auf einem hohen Auto eine längere Antenne montiert haben macht es Sinn diese auch im Parkhaus, Wald oder anderen Situationen einfahren zu können ohne das man das Autoradio gleich ganz ausschalten muss.

Terrafirma Rear Bumper.

Die Alukarrosserie des Defendersist besonders am Heck verletzlich, wo der Aufbau einige Zentimeter über die Hecktraverse ragt.

Ein „Missgeschick“ beim rangieren hat sofort eine kaputte Seitenwand (noch welliger als ab Fabrik 😉 ) zur Folge.

Der Zubehörmarkt bietet ein grosses Angebot an Rear Bumpern, teils in Kombination mit hinteren Trittbrettern . Die Stoßstangenecken von Terrafirma bieten aus meiner Sicht die optisch stimmigste Lösung und schützen die Ecken auch unten wenn man mal den Böschungswinkel falsch auslegt. 

 

Es werde Licht!

Schon die erste Fahrt bei Nacht offenbart das man eher tagsüber auf Safari geht. Die Lichtausbeute ist nämlich bescheiden, man schiebt zwei gelbe Lichtkegelchen vor sich her.

Ein Blick in Foren und der Stromlaufplan offenbart auch schon die Hauptgründe; Scheinwerferdesign, mickrige Kabelquerschnitte und dann geht der ganze Saft auch noch ohne Relais über den Lichtschalter.

Osram Nightbraker Birnen bringen schon mal etwas abhilfe, aber so ganz super ist das wegen der ganzen anderen Gründe halt noch nicht. 100W scheiden (neben deren illegalität… ähem) schon rein aus weil die Kabel zu dünn sind und auch der Lichtschalter mangels Relaisschaltung nur unnötig belastet wird.


Paddockspares hat einen einfach nachzurüstenden Relaissatz mit eigenem Kabelstrang (massiv grösserer Querschnitt = weniger Widerstand = höhere Spannung am Leuchtmittel) im Sortiment, den man ohne weiteres auch bei anderen Autos verbauen könnte. Oh, und da man dem ganzen Keramikstecker verpasst hat, steht auch dem Einsatz von 100W Glühbirnen nichts im Weg… theoretisch. 😉

Der Einbau ist relativ simpel, lediglich ein Kabel muss zur Batterie und eines an gute Masse gezogenwerden. Die Ansteuerung geschieht mittels einem Stecker, der mit einem der alten Glühbirnenstecker verbunden wird. Narrensicher.

 Das Resultat spricht schon bei Tag für sich, ich messe eine um 1,5 Volt höhere Spannung an den Lampen und die Lichtausbeute ist besser geworden. Ein weitere Stufe wären jetzt noch Klarglasleuchten… so „moderne“. Naja.

Update vom 9.10.2015: Nachdem der rechte Scheinwerfer nur noch halb so hell leuchtete wie üblich habe ich den Fehler in einem mangalhaft verpressten Massekabel des verbauten Kabelsatzes.

Tempomat „Plug&Play“ Nachrüstkit.

Da seit Einführung strengerer strafen für Verkehrssünder in der Schweiz ja auch schon ein Defender schnell genug ist um hinter Gitter zu wandern und das Leben verbaut zu kriegen (im Gegensatz zu Dealern, Schlägern usw.), fand ich es beruhigender und einer entspannenden fahrweise zuträglich einen Tempomat nachzurüsten.

Urban Automotive in Negland hatte ein entsprechendes Kit im Sortiment, das sich dank „elektronischem Gaspedal“ relativ einfach nachrüsten ließ.


Der mitgelieferte Kabelstrang wird einfach am Gaspedalpoti dazwischengesteckt und das dazugehörige Steuermodul in Reichweite versteckt (ich habe dazu den Lautsprecher im Fussraum demontiert um es dahinter am Bulkhead zu befestigen, passt gerade so durch).

Desweiteren muss die Lenkradverkleidung demontiert werden um den zusätzlichen Lenkstockhebel zu montieren und „Zündungsplus“ abzugreifen. Das Tachosignal findet man hinten am Instrument auf Pin Nr. 13, Bremspedalschalter im Fussraum und das Kupplungssignal am entsprechenden Schalter im Motorraum (durch die Gummitülle der Scheibenwaschschläuche durchgezogen, ich mach nicht gern unnötig neue Löcher ins Auto).


Der Lenkstockhebel lässt sich in vier Richtungen bewegen um dem Tempomat zu aktivieren (wird durch oranges/grünes Licht signalisiert), die letzte abgerufene Geschwindigkeit zu reaktivieren und mit nach oben/unten drücken zu beschleunigen oder zu verzögern. Tippt man nur kurz nach unten oder oben so passiert dies in 1km/h Schritten, bleibt man etwas mehr als eine Sekunde drauf wird der Defender genau 10km/h schneller oder langsamer. Sehr praktisch.

Mit den Tasten „I“ und „II“ lassen sich zwei Geschwindigkeiten dauerhaft abspeichern. Wenn im übrigen die eingestellte Geschwindigkeit um mehr als 15% trotz Eingriff durch den Tempomat verfehlt wird, so mahnt ein dreimaliges piepen den Fahrer zum Eingriff… nicht das man am Berg im 6. Gang verhungert. 😉

Als ich bei Kilometerstand 1000 getankt habe, kam ich auf einen Schnitt von noch 10,2l auf 100km… nicht schlecht.