Archiv der Kategorie: Alltag im Landi

Beheizbare Aussenspiegel von MUD.

Wer an einem regnerischen Tag durch einen Tunnel fährt oder seinen Defender im Winter bewegt wird eventuell etwas vermissen, das heutzutage nahezu jedes „Budgetmobil“ hat; beheizbare Aussenspiegel.

Auf dem Markt findet man neben kompletten Spiegeln und Gläsern auch Heizmatten zum nachträglich anbringen. Hier kann man nochmals zwischen aufgedruckten Heizbahnen (ähnlich Heckscheibenheizung) und Silikonmatten mit eingearbeitetem Netz (ähnlich Sitzheizung) unterscheiden.

Wegen der geringeren Stromaufnahme und der „streifenfreien“ heizwirkung habe ich letztere bei MUD Stuff in England gekauft.

MUD bietet diese als Set mit Kabeln und Relais oder nur die Heizmatten einzeln an. Wer eh ne Frontscheibenheizung hat, der kann auf den Rest verzichten und den Strom für die Spiegelheizung direkt an der Plusseite der Frontscheibenheizung abzweigen (bei LHD Fahrzeugen ist das der Stecker auf der Fahrerseite. Das funktioniert absolut problemlos, da die Heizmatten nicht mal knapp 1A Strom ziehen (Achtung: Bei Heizungen mit gedruckten Heizdrähten kann dieser Wert höher sein!). Die Frontscheibenheizung schaltet übrigens nach ca. 7 Minuten automatisch aus.

Tipp: Die Spiegelgläser kriegt man am besten aus der Fassung, wenn man das umlaufende Gummi das sie einfasst mit einrm normalen Haarföhn oder heissem Wasser etwas aufweicht.

  
Hier sieht man wie bei -10 Grad die Spiegel schon nach einigen Sekunden ihre Eisschicht loswerden.

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1. Service.

Nun habe ich in rund 8 Monaten knapp über 20’000km zurückgelegt und domit ist der erste Service beim Händler fällig.

Abgesehen von ein Kleinigkeiten gibt es keine Beanstandungen meinerseits.

– Trittbrettgummi zerfällt.

– Hinterer Kurbelwellensimmering.

– Bremsenquietschen hinten.

– Türen schliessen teils schlecht.

Die letzten beiden Punkte konnten leider nicht zu meiner Zufriedenheit behoben werden.

Rostvorsorge von innen heraus.

Schon direkt nach Abholung beim Händler habe ich ja Fahrwerk und Rahmen komplett mit Chassislack behandelt. Das dies nur die halbe Miete ist, weis wohl jeder der sich ein wenig mit der Materie befasst. 

Ein Blick in die Oldieszene offenbart derzeit zwei besonders populäre Produkte. 

„Timemax“ offeriert eine breite Palette an Wachs, Fett und (besonders interessant) Unterbodenschutz in Wagenfarbe.

Vielen dürfte jedoch „Mike Sanders“ bekannt sein, der seit Jahrzehnten das gleichnamige Hohlraumfett vertreibt… und eben dieses kommt nun bei mir zum Einsatz.

Eines vorweg; Wer sich (wie ich) ein Do it yourself Kit (Spritzbecher, 2 Sonden, Sondenaufheizer, Schmelzkübel und 25kg Hohlraumfett) zulegen will… sei gewarnt, der Aufwand ist nicht zu unterschätzen und die sauerei in der Werkstatt ebenfalls nicht!

Als erstes muss man rund 10kg Fett im sanderschen Punschkocher (es ist effektiv einer!) auf rund 100 Grad erhitzen. Ist dies geschaft, heizt man die beiden Sonden vor. Je wärmer, je besser. Denn so schindet man Zeit und das Fett verklebt die Hohlraumsonde selbst bei gemütlichem Arbeitstempo nicht. 

Das Chassis ging dank vieler Löcher relativ einfach. Hie und da ist das Fett zwar gleich in strömen rausgelaufen, aber es bleibt ja bei weiten genug haften. „Fettpfützen“ lässt man am besten abkühlen, man kann sie mit einem Schaber ganz leicht entfernen und wieder in den Schmelzer werfen. Die Motorhaube und die Türen sind da eher eine sauerei, man tut gut daran den Motorraum und den Einstiegsbereich mit Plastik abzudecken.

Je nach Fahrzeugeinsatz soll es reichen die Fettschicht alle 5-10 Jahre zunkontrollieren und gegebenenfalls aufzufrischen… das ist doch ein echtes Argument. 🙂 

 Schutzmaske und Brille sind beim umgang mit über 100 Grad heissem Fett ein Muss.

   

Caramel? Wer will, der soll ruhig probieren… hehe. 😉

Zugegeben, weniger hätte es auch getan… zu wenig wäre aber schlimmer.

 

Teppiche raus.

Nach einigen Wochen mit dem Gummimatten AUF den Teppichen rumgefahren bin, hab ich mich entschlossen letztere zu entfernen. Was erstmal blöd klingt (man kauft den Landi EXTRA mit Teppichen drin um diese dann zu entfernen), macht aufgrund der Passform und Befestigung durchaus Sinn. Und ja, sonst gibt man nur bei Porsche&Co zusätzlich Geld aus um „weniger“ im Auto zu haben. 

Die Gummimatten lassen sich nämlich 1A mit den Plastikzapfen der Teppiche befestigen. Also; Gummi ODER Teppich, nicht beides.

Oh, und wenn auch Ihr euren Landi neu gekauft habt… schaut ruhig mal unter den Teppich. Denn bei mir waren haufenweise Aluspäne und einige vorige Schrauben drunter. 😉 

 

Fahrverhalten und Reifendruck.

Der Defender hat eine hohe Zuladung von über 1000 kg und die Reifen der Dimension 235/85 R16 sollen entsprechend gepumpt sein. Aber schon mit der Werksvorgabe für „Leerfahrten“ ist das Fahrverhalten nicht gerade toll… 2,1 Bar vorne und 3,2 Bar hinten lassen eher unwohlsein in gewissen Fahrsituationen aufkommen. Nach einiger Recherche im Netz habe ich den Reifendurch rundum auf 2,5 Bar korrigiert.

Siehe da, wie Tag und Nacht. Der Wagen fährt sich viel ausgeglichener, vorallem bei Überland- und Autobahntempo und plötzlichem starkem abbremsen.

Erster Eindruck.

Oh ja, der 2,2 Liter Ford Diesel ist rauh und auf dem Papier sehen 122PS und 360Nm gegenüber 2045kg Leergewicht aus wie Don Quijote im Kampf gegen Windmühlen.

Dem ist aber nicht so.

Im Alltag ist der erste Gang viel zu kurz übersetzt (beladen oder mit einem Anhänger sieht das aber sicher anders aus) und man ist versucht auf Kosten der Kupplung im zweiten Gang anzufahren. Das geht zwar gut, aber der Kupplung zu liebe sollte man seinen Fahrstil entsprechend anpassen.

Ist der Defender mal in Bewegung lässt er sich entspannt und schaltfaul fahren, auf der Ebene zieht er in den unteren Gängen ab etwa 1200U/min sauber davon. Man will ihn auch nicht gross über 3000U/min drehen.

Bei der ersten Kontrolle auf der eigenen Hebebühne stelle ich fest, das an nahezu allen Schweissnähten des Rahmens sich die Farbe ablöst. Bei http://www.korrosionsschutz-depot.de bestelle ich zwei Dosen Chassislack (RAL 9005, dauerelastisch), den ich mittels Spritzpistole und Pinsel an Chassis und Fahrwerk auftrage. An der Hecktraverse benutze ich einen Schaumstoffroller da sich selbst nach einigem experimentieren mit der Spritzpistole keine ansehnliche Oberfläche realisieren lässt. Die Struktur welche sich mit der Rolle erzielen lässt, sieht überraschend gut aus.

Den ganzen Rahmen und diverse andere Teile mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett zu behandeln steht noch an.

Beim Kilometerstand 547 wird erstmals getankt. Da ich den kaltblütigen Diesel noch etwas zu hochtourig fahre, betrug mein Schnitt 12,2l auf 100km.