Archiv für den Monat Januar 2017

Radiator Muff.

Einige kennen Radiator Muffs, die „Mäntelchen“ für den Kühlergrill, vielleicht noch von früher als Autos mit starren Lüftern bzw. in kalten Gegenden im Winter nicht  richtig warm wurden und somit auch ewig nicht heizten.
Manche wussten sich auch mit einem Stück Karton zu helfen wenn es nicht grad eine Luxusmatte mit regulierbaren Öffnungen sein sollte.

Moderne Autos verfügen nahezu ausnahmslos über Elektrolüfter und Zuheizer um diesem Problem zu begegnen… ausser (ja genau) der Defender.
Hier haben wir einen moderneren Dieselmotor, der wenig Abwärme erzeugt und eine Viscolüfter welcher ständig noch kalte Luft durch Kühler und Motorraum schaufelt.

Auch hier gibt es wieder diverse Anbieter die mehr oder weniger stylishe oder ausgetüftelte Lösungen zu sehr unterschiedlichen Preisen. Da der Muff ja nur einige Monate dranbleibt, habe ich die günstige Variante von Britpart genommen, welche mittels Kabelbinder fixiert wird.
Der Britpart Muff lässt sich in zwei Positionen mit Druckknöpfen fixieren.
Testfahrten mit angeschlossenem OBD Lesergeräte haben gezeigt das ich bis zu einer Aussentemperatur von +10 Grad noch problemlos mit geschlossenem Muff auf der Autobahn fahren kann ohne das die Kühlmitteltemperatur von 95 Grad überschreitet.

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45l Zusatztank von Britpart.

Ja, Britpart. Einer der grösseren Anbieter und nicht immer ganz unumstritten wenn es um Qualität geht.
Aber bei einem aus Blechen zusammengeschweissten Tank kann doch nichts schiefgehen, oder..?
Ich wollte unbedingt die Reichweite meines „Reisemobils“ erhöhen und habe tagelang im Netz alle möglichen Tanks, Anleitungen und Einbauberichte verglichen. Und deren Preise natürlich.
Einfach einen grösseren Haupttank einbauen wollte ich nicht unbedingt.
Diese sind meist sauteuer (ok, kauft man nur 1 mal), lassen sich nicht zusammen mit meiner Anhängerkupplung und/oder hinterem Kurvenstabi montieren oder ragen für meinen Geschmack zu weit unten raus.
Da ich auch keine zusätzlichen Pumpen montieren wollte, blieb für mich nix anderes übrig als einen Durchlauftank zu wählen.
Britpart schien mir sympathisch, da weder im Rahmen noch in der Karosse zusätzliche Löcher (was ja meist wieder in zusätzlicher Oxydation ausartet) gebohrt werden müssen.
Nun ja, rückblickend nicht ganz, ich habe Blindnietmuttern verwendet und musste dazu 3 bestehende Löcher minimal aufbohren.
Ein anfänglicher Negativpunkt war das anbohren des Originaltanks um eine Ausgleichsleitung anbringen zu können. Diese stellt sicher das man den Zusatztank auch ganz leerfahren kann. Ich denke das ich dort via T-Stück dann auch Diesel für eine geplante Standheizung abzweigen werde.

Einbau: Braucht Zeit und Nerven. „Fertigungstoleranz“ ist ein schönes Wort, nein, eine faule Ausrede. Wenn der Tankstutzen einfach fast 2cm zu weit hinten sitzt weil jemand das Blechstück mit dem Loch drin spiegelverkehrt eingesetzt hat nenn ich das anders.
Aber ja, zum Glück lässt sich das mit dem Schlauch zwischen Tank und Stutzen noch richten. Der grosse Schlauch zwischen Haupt- und Zusatztank sorget nochmal für Ärger.
Da zwischen beiden Stutzen nur etwa 5-10mm Luft war, musste ich den (zum Glück leeren) Haupttank absenken… und dafür die Anhängerkupplung teilweise demontieren.
„Nächstes mal“ weis ich das im voraus (und die Leser nun auch). 😉


Bild: Tank provisorisch montiert, Leitungen noch nicht fix verlegt.

Da der Landi schon beim befahren der 4-Säulen Hebebühne schon kurz Luft angesaugt hatte und ich ja zur Tankstelle nur 20m ums Haus fahren muss, war ich natürlich gespannt wieviel reingeht.
110 Liter.
Hmmm… sollten das mit einem echte 45l fassenden Zusatztank nicht eher gegen 115 oder 120 sein?
Eigentlich schon. Ich sehe noch Verbesserungspotenzial bei der Tankentlüftung des Zusatztanks. Da der Einfüllstutzen in einer Absenkung montiert ist, dürfte man mit einer zusätzlich montierten Entlüftung sicher noch an die 5l rausholen.
Bevor es so weit ist, werde ich aber sicher mal über 900km ohne nachtanken fahren.