Archiv für den Monat April 2015

Terrafirma Rear Bumper.

Die Alukarrosserie des Defendersist besonders am Heck verletzlich, wo der Aufbau einige Zentimeter über die Hecktraverse ragt.

Ein „Missgeschick“ beim rangieren hat sofort eine kaputte Seitenwand (noch welliger als ab Fabrik 😉 ) zur Folge.

Der Zubehörmarkt bietet ein grosses Angebot an Rear Bumpern, teils in Kombination mit hinteren Trittbrettern . Die Stoßstangenecken von Terrafirma bieten aus meiner Sicht die optisch stimmigste Lösung und schützen die Ecken auch unten wenn man mal den Böschungswinkel falsch auslegt. 

 

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Es werde Licht!

Schon die erste Fahrt bei Nacht offenbart das man eher tagsüber auf Safari geht. Die Lichtausbeute ist nämlich bescheiden, man schiebt zwei gelbe Lichtkegelchen vor sich her.

Ein Blick in Foren und der Stromlaufplan offenbart auch schon die Hauptgründe; Scheinwerferdesign, mickrige Kabelquerschnitte und dann geht der ganze Saft auch noch ohne Relais über den Lichtschalter.

Osram Nightbraker Birnen bringen schon mal etwas abhilfe, aber so ganz super ist das wegen der ganzen anderen Gründe halt noch nicht. 100W scheiden (neben deren illegalität… ähem) schon rein aus weil die Kabel zu dünn sind und auch der Lichtschalter mangels Relaisschaltung nur unnötig belastet wird.


Paddockspares hat einen einfach nachzurüstenden Relaissatz mit eigenem Kabelstrang (massiv grösserer Querschnitt = weniger Widerstand = höhere Spannung am Leuchtmittel) im Sortiment, den man ohne weiteres auch bei anderen Autos verbauen könnte. Oh, und da man dem ganzen Keramikstecker verpasst hat, steht auch dem Einsatz von 100W Glühbirnen nichts im Weg… theoretisch. 😉

Der Einbau ist relativ simpel, lediglich ein Kabel muss zur Batterie und eines an gute Masse gezogenwerden. Die Ansteuerung geschieht mittels einem Stecker, der mit einem der alten Glühbirnenstecker verbunden wird. Narrensicher.

 Das Resultat spricht schon bei Tag für sich, ich messe eine um 1,5 Volt höhere Spannung an den Lampen und die Lichtausbeute ist besser geworden. Ein weitere Stufe wären jetzt noch Klarglasleuchten… so „moderne“. Naja.

Update vom 9.10.2015: Nachdem der rechte Scheinwerfer nur noch halb so hell leuchtete wie üblich habe ich den Fehler in einem mangalhaft verpressten Massekabel des verbauten Kabelsatzes.

Tempomat „Plug&Play“ Nachrüstkit.

Da seit Einführung strengerer strafen für Verkehrssünder in der Schweiz ja auch schon ein Defender schnell genug ist um hinter Gitter zu wandern und das Leben verbaut zu kriegen (im Gegensatz zu Dealern, Schlägern usw.), fand ich es beruhigender und einer entspannenden fahrweise zuträglich einen Tempomat nachzurüsten.

Urban Automotive in Negland hatte ein entsprechendes Kit im Sortiment, das sich dank „elektronischem Gaspedal“ relativ einfach nachrüsten ließ.


Der mitgelieferte Kabelstrang wird einfach am Gaspedalpoti dazwischengesteckt und das dazugehörige Steuermodul in Reichweite versteckt (ich habe dazu den Lautsprecher im Fussraum demontiert um es dahinter am Bulkhead zu befestigen, passt gerade so durch).

Desweiteren muss die Lenkradverkleidung demontiert werden um den zusätzlichen Lenkstockhebel zu montieren und „Zündungsplus“ abzugreifen. Das Tachosignal findet man hinten am Instrument auf Pin Nr. 13, Bremspedalschalter im Fussraum und das Kupplungssignal am entsprechenden Schalter im Motorraum (durch die Gummitülle der Scheibenwaschschläuche durchgezogen, ich mach nicht gern unnötig neue Löcher ins Auto).


Der Lenkstockhebel lässt sich in vier Richtungen bewegen um dem Tempomat zu aktivieren (wird durch oranges/grünes Licht signalisiert), die letzte abgerufene Geschwindigkeit zu reaktivieren und mit nach oben/unten drücken zu beschleunigen oder zu verzögern. Tippt man nur kurz nach unten oder oben so passiert dies in 1km/h Schritten, bleibt man etwas mehr als eine Sekunde drauf wird der Defender genau 10km/h schneller oder langsamer. Sehr praktisch.

Mit den Tasten „I“ und „II“ lassen sich zwei Geschwindigkeiten dauerhaft abspeichern. Wenn im übrigen die eingestellte Geschwindigkeit um mehr als 15% trotz Eingriff durch den Tempomat verfehlt wird, so mahnt ein dreimaliges piepen den Fahrer zum Eingriff… nicht das man am Berg im 6. Gang verhungert. 😉

Als ich bei Kilometerstand 1000 getankt habe, kam ich auf einen Schnitt von noch 10,2l auf 100km… nicht schlecht.

Fahrverhalten und Reifendruck.

Der Defender hat eine hohe Zuladung von über 1000 kg und die Reifen der Dimension 235/85 R16 sollen entsprechend gepumpt sein. Aber schon mit der Werksvorgabe für „Leerfahrten“ ist das Fahrverhalten nicht gerade toll… 2,1 Bar vorne und 3,2 Bar hinten lassen eher unwohlsein in gewissen Fahrsituationen aufkommen. Nach einiger Recherche im Netz habe ich den Reifendurch rundum auf 2,5 Bar korrigiert.

Siehe da, wie Tag und Nacht. Der Wagen fährt sich viel ausgeglichener, vorallem bei Überland- und Autobahntempo und plötzlichem starkem abbremsen.

Erster Eindruck.

Oh ja, der 2,2 Liter Ford Diesel ist rauh und auf dem Papier sehen 122PS und 360Nm gegenüber 2045kg Leergewicht aus wie Don Quijote im Kampf gegen Windmühlen.

Dem ist aber nicht so.

Im Alltag ist der erste Gang viel zu kurz übersetzt (beladen oder mit einem Anhänger sieht das aber sicher anders aus) und man ist versucht auf Kosten der Kupplung im zweiten Gang anzufahren. Das geht zwar gut, aber der Kupplung zu liebe sollte man seinen Fahrstil entsprechend anpassen.

Ist der Defender mal in Bewegung lässt er sich entspannt und schaltfaul fahren, auf der Ebene zieht er in den unteren Gängen ab etwa 1200U/min sauber davon. Man will ihn auch nicht gross über 3000U/min drehen.

Bei der ersten Kontrolle auf der eigenen Hebebühne stelle ich fest, das an nahezu allen Schweissnähten des Rahmens sich die Farbe ablöst. Bei http://www.korrosionsschutz-depot.de bestelle ich zwei Dosen Chassislack (RAL 9005, dauerelastisch), den ich mittels Spritzpistole und Pinsel an Chassis und Fahrwerk auftrage. An der Hecktraverse benutze ich einen Schaumstoffroller da sich selbst nach einigem experimentieren mit der Spritzpistole keine ansehnliche Oberfläche realisieren lässt. Die Struktur welche sich mit der Rolle erzielen lässt, sieht überraschend gut aus.

Den ganzen Rahmen und diverse andere Teile mit Mike Sanders Korrosionsschutzfett zu behandeln steht noch an.

Beim Kilometerstand 547 wird erstmals getankt. Da ich den kaltblütigen Diesel noch etwas zu hochtourig fahre, betrug mein Schnitt 12,2l auf 100km.