Radiator Muff.

Einige kennen Radiator Muffs, die „Mäntelchen“ für den Kühlergrill, vielleicht noch von früher als Autos mit starren Lüftern bzw. in kalten Gegenden im Winter nicht  richtig warm wurden und somit auch ewig nicht heizten.
Manche wussten sich auch mit einem Stück Karton zu helfen wenn es nicht grad eine Luxusmatte mit regulierbaren Öffnungen sein sollte.

Moderne Autos verfügen nahezu ausnahmslos über Elektrolüfter und Zuheizer um diesem Problem zu begegnen… ausser (ja genau) der Defender.
Hier haben wir einen moderneren Dieselmotor, der wenig Abwärme erzeugt und eine Viscolüfter welcher ständig noch kalte Luft durch Kühler und Motorraum schaufelt.

Auch hier gibt es wieder diverse Anbieter die mehr oder weniger stylishe oder ausgetüftelte Lösungen zu sehr unterschiedlichen Preisen. Da der Muff ja nur einige Monate dranbleibt, habe ich die günstige Variante von Britpart genommen, welche mittels Kabelbinder fixiert wird.
Der Britpart Muff lässt sich in zwei Positionen mit Druckknöpfen fixieren.
Testfahrten mit angeschlossenem OBD Lesergeräte haben gezeigt das ich bis zu einer Aussentemperatur von +10 Grad noch problemlos mit geschlossenem Muff auf der Autobahn fahren kann ohne das die Kühlmitteltemperatur von 95 Grad überschreitet.

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45l Zusatztank von Britpart.

Ja, Britpart. Einer der grösseren Anbieter und nicht immer ganz unumstritten wenn es um Qualität geht.
Aber bei einem aus Blechen zusammengeschweissten Tank kann doch nichts schiefgehen, oder..?
Ich wollte unbedingt die Reichweite meines „Reisemobils“ erhöhen und habe tagelang im Netz alle möglichen Tanks, Anleitungen und Einbauberichte verglichen. Und deren Preise natürlich.
Einfach einen grösseren Haupttank einbauen wollte ich nicht unbedingt.
Diese sind meist sauteuer (ok, kauft man nur 1 mal), lassen sich nicht zusammen mit meiner Anhängerkupplung und/oder hinterem Kurvenstabi montieren oder ragen für meinen Geschmack zu weit unten raus.
Da ich auch keine zusätzlichen Pumpen montieren wollte, blieb für mich nix anderes übrig als einen Durchlauftank zu wählen.
Britpart schien mir sympathisch, da weder im Rahmen noch in der Karosse zusätzliche Löcher (was ja meist wieder in zusätzlicher Oxydation ausartet) gebohrt werden müssen.
Nun ja, rückblickend nicht ganz, ich habe Blindnietmuttern verwendet und musste dazu 3 bestehende Löcher minimal aufbohren.
Ein anfänglicher Negativpunkt war das anbohren des Originaltanks um eine Ausgleichsleitung anbringen zu können. Diese stellt sicher das man den Zusatztank auch ganz leerfahren kann. Ich denke das ich dort via T-Stück dann auch Diesel für eine geplante Standheizung abzweigen werde.

Einbau: Braucht Zeit und Nerven. „Fertigungstoleranz“ ist ein schönes Wort, nein, eine faule Ausrede. Wenn der Tankstutzen einfach fast 2cm zu weit hinten sitzt weil jemand das Blechstück mit dem Loch drin spiegelverkehrt eingesetzt hat nenn ich das anders.
Aber ja, zum Glück lässt sich das mit dem Schlauch zwischen Tank und Stutzen noch richten. Der grosse Schlauch zwischen Haupt- und Zusatztank sorget nochmal für Ärger.
Da zwischen beiden Stutzen nur etwa 5-10mm Luft war, musste ich den (zum Glück leeren) Haupttank absenken… und dafür die Anhängerkupplung teilweise demontieren.
„Nächstes mal“ weis ich das im voraus (und die Leser nun auch). 😉


Bild: Tank provisorisch montiert, Leitungen noch nicht fix verlegt.

Da der Landi schon beim befahren der 4-Säulen Hebebühne schon kurz Luft angesaugt hatte und ich ja zur Tankstelle nur 20m ums Haus fahren muss, war ich natürlich gespannt wieviel reingeht.
110 Liter.
Hmmm… sollten das mit einem echte 45l fassenden Zusatztank nicht eher gegen 115 oder 120 sein?
Eigentlich schon. Ich sehe noch Verbesserungspotenzial bei der Tankentlüftung des Zusatztanks. Da der Einfüllstutzen in einer Absenkung montiert ist, dürfte man mit einer zusätzlich montierten Entlüftung sicher noch an die 5l rausholen.
Bevor es so weit ist, werde ich aber sicher mal über 900km ohne nachtanken fahren.

Neue Lautsprecher für hinten.

Wer versucht bei Autobahntempo (oder generell) einigermassen Radio zu hören, der fragt sich wozu die weit hinten im Laderaum verbauten 10cm Lautsprecher überhaupt gut sind.
Grösse, Leistung und Einbauort sind alles andere als optimal.
Also entschied ich mich links und recht oben unter dem Dach Aufbaulautsprecher zu montieren…
Zuletzt habe ich wohl vor 20 Jahren nach sowas gesucht und musste feststellen, dass das Angebot mittlerweile (in moderne Autos passt sowas nicht mehr rein und jeder Kleinwagen hat ja heutzutage 6 oder mehr Lautsprecher ab Werk eingebaut) nahe null ist.

Beim stöbern auf der Webseite des Herstellers „Teufel“ bin ich auf einen Eintrag gestossen in dem jemand Teufel Omniton 202 in seinen Defender eingebaut hatte.
Da gerade Black Friday Sale war, bestellte ich mir also spontan ein Paar und freute mich auf ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk.

Einbau: Mit zwei 80x80x80mm Winkeln aus dem Baumarkt, M6 Schrauben, Lautsprecherkabel, Bohrmaschine, Trennscheibe zum anpassen der Winkel und den üblichen Werkzeugen ging das ganze recht gut von statten.
Die Winkel habe ich ganz einfach unter die Schrauben montiert, welche Dach und Seitenwände verbinden. Die Verkleidungen der hinteren Fenster wollte ich nicht aufschneiden und habe sie einfach weggelassen.
Fällt nicht wirklich auf in dem Auto. 😉
Anschliessen war nach verlängern der bestehenden Kabel auch kein Thema, die alten Lautsprecher bleiben als Deko drin… nicht das noch was hinter die Abdeckung fällt und verschwindet.

Das Resultat kann sich hören lassen. Zwar wünscht man sich manchmal ein wenig mehr Bass, aber endlich klingt es nach „Stereo“ und nicht mehr nach „Putzeimer“ im Landi.
Ich habe die Lautsprecher so hoch und so weit oben in den Dachecken wie möglich montiert. Weder der Laderaum noch die Rundumsicht werden beeinträchtigt.

Was mich als einziges negativ überraschte, war wie einige Leute (namentlich in Foren) angesichts der Optik regelrecht „überzuckerten“.
Das ausgerechnet jene die „Schlamm bis übers Dach“, „Wasser bis unter den Lenkradkranz“ und „Staubsaugen & waschen macht die Natur“ als einzig „artgerechte Haltung“ anerkennen um dann auch ja keine Kritik ob des eigenen Individualismus tolerieren… gerade DIE outen sich als Ästheten mit Tunnelblick über meinen Umbau, welcher bis dato keinem meiner Beifahrer visuell aufgefallen wäre.
Und ja, die Dinger sieht man nicht mal im schmalen Rückspiegel.

Egal, Motörhead ist lauter als deren gejammer. 😉

 

DAB/DAB+ Radio.

Nachdem ich ja schon eine automatische Antenne nachgerüstet hatte, stand ein DAB/DAB+ taugliches Radio auf der Liste.
Das werksseitig verbaute Alpine CDE-133BT mit Freisprecheinrichtung und USB Port ist zwar ganz ok, aber wer mal in den Genuss von DAB gekommen ist versteht mich.
Um das ganze einfach zu halten und nicht noch ein neues Mikrofon für die integrierte BT Freisprechanlage sowie Adapter verbauen zu müssen, entschloss ich mich für das Alpine CDE-196DAB.
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DAB/DAB+ benötigt eine separate Antenne, Alpine bietet hier gleich zwei Lösungen an (Stand Oktober 2016); Die filigrane KAE-242DA und die „Gummipeitsche“ KAE-232DA.
Ich entschloss mich für Letztere, da ich mit der Einbauposition experimentieren wollte.
Idealerweise bringt man die Antenne senkrecht (wegen der Polarisation/Funkwellen) an der Front- oder Heckscheibe an und hält mindestens 4cm Abstand zu Heizdrähten und Metallteilen.
Da mein Defender beheizte Front- und Heckscheibe hat und mich die Antenne da eh stören würde, fiel der Entscheid diese doch probeweise mal waagrecht in das Dachfenster (die heissen ja passenderweise „Alpine Windows) hinter dem Fahrersitz zu platzieren.
Nach ein paar Tagen rumfahren und Radio hören betrachtete ich das Experiment als gelungen und montierte die Antenne fix.
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2. Service.

Der 2. Service bei 40’000km verlief unspektakulär. Um dem Wassereintritt Herr zu werden, wurden Frontscheibe und Gummi getauscht.
Leider ohne Erfolg; bei Regen läuft immer noch Wasser unterm Armaturenbrett raus. Unschön aufgefallen sind mir weisse Farbsplitter auf dem Armaturenbrett sowie die Tatsache, das die parallel zur beheizten Frontscheibe angeschlossene Spiegelheizung nicht wieder eingesteckt wurde. Ich habe dann selber eine halbe Stunde nach dem Stecker gefischt und mich geärgert warum man etwas nicht wieder so montiert wie man es zerlegt!

Positiver war die Bilanz beim beheben der technischen Mängeln.
Der hintere Kurbelwellensimmering wurde getauscht und der Motor ist nun trocken (Stand 24.10.16, 45’000km).

 

Beheizbare Aussenspiegel von MUD.

Wer an einem regnerischen Tag durch einen Tunnel fährt oder seinen Defender im Winter bewegt wird eventuell etwas vermissen, das heutzutage nahezu jedes „Budgetmobil“ hat; beheizbare Aussenspiegel.

Auf dem Markt findet man neben kompletten Spiegeln und Gläsern auch Heizmatten zum nachträglich anbringen. Hier kann man nochmals zwischen aufgedruckten Heizbahnen (ähnlich Heckscheibenheizung) und Silikonmatten mit eingearbeitetem Netz (ähnlich Sitzheizung) unterscheiden.

Wegen der geringeren Stromaufnahme und der „streifenfreien“ heizwirkung habe ich letztere bei MUD Stuff in England gekauft.

MUD bietet diese als Set mit Kabeln und Relais oder nur die Heizmatten einzeln an. Wer eh ne Frontscheibenheizung hat, der kann auf den Rest verzichten und den Strom für die Spiegelheizung direkt an der Plusseite der Frontscheibenheizung abzweigen (bei LHD Fahrzeugen ist das der Stecker auf der Fahrerseite. Das funktioniert absolut problemlos, da die Heizmatten nicht mal knapp 1A Strom ziehen (Achtung: Bei Heizungen mit gedruckten Heizdrähten kann dieser Wert höher sein!). Die Frontscheibenheizung schaltet übrigens nach ca. 7 Minuten automatisch aus.

Tipp: Die Spiegelgläser kriegt man am besten aus der Fassung, wenn man das umlaufende Gummi das sie einfasst mit einrm normalen Haarföhn oder heissem Wasser etwas aufweicht.

  
Hier sieht man wie bei -10 Grad die Spiegel schon nach einigen Sekunden ihre Eisschicht loswerden.

„Puma Glove Box“, Handschuhfach für den Defender.

Nicht das man in der Cubbybox locker mal die Wochenendeinkäufe einlagern könnte, so wäre man doch oft froh wenn man Kleinkram schnell griffbereit hätte ohne in deren untiefen zu suchen.

Der englische Anbieter „Mobile storage systems“ bietet ein Kit an, mit dem der Raum über dem beifahrerseitigen Haltegriff zum praktischen Handschuhfach umfunktioniert wird. 

 
Der Umbau ist rasch erledigt und wenn man sich noch rasch die Zeit nimmt den Deckel mit den im Kit beiliegenden versenkbaren Schrauben zu befestigen (Tipp: M4 Mutter mit kleinem Ringschlüssel in den Spalt halten), so fluchtet und schliesst der Deckel sehr gut. Benutzt man weiterhin die T30 Torx mit denen der Deckel zuvor montiert war siehts nicht gut aus.

  
Auf dem Bild oben sieht man gut wie ich das Fach mit selbstklebendem, schwarzen Filz ausgelegt habe. Den kriegt man als Platte zum selber zuschneiden in fast jedem Baumarkt (Filzgleiter für Möbel/Stühle). Sonst klappert und scheppert es im Fach. 😉

Ich werde demnächst noch eine 12V Buchse im Fach einbauen um das Handy aufzuladen.